Diese Spalte ist nicht Bestandteil des Originalgeschäftsberichts.

Geschäftsverlauf
- Steigerung des Konzernergebnisses um 62,4 % auf 2.564 Millionen € trotz weltweit schwieriger Rahmenbedingungen
- Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (RoRaC) von 15,1 % nach Steuern
- Erhöhung der Dividende auf 5,75 (5,50) € je Aktie geplant
Überblick und wichtige Kennzahlen
ZUSATZINFORMATIONEN

- Erfreulicher RoRaC von 15,1% im Jahr 2009


Vom Geschäftsjahr 2009 an richten wir die Aufgliederung unserer Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 verstärkt an unserer internen Berichts- und Steuerungsstruktur aus. Daher weisen wir seit 2009 das Geschäft des Watkins-Syndikats nicht mehr im Segment Schaden- und Unfallerstversicherung, sondern im Segment Schaden- und Unfallrückversicherung aus. Weiterhin weisen wir nun die Segmente Lebens- und Gesundheitserstversicherung aufgrund ihres signifikanten Volumens und der separaten Steuerung getrennt aus. Darüber hinaus werden die von ERGO übernommene ERV und almeda (vormals Mercur) nicht mehr im Segment Schaden- und Unfallerstversicherung ausgewiesen, sondern im Segment Gesundheitserstversicherung. Wir haben die Angaben für das Geschäftsjahr 2008 entsprechend angepasst.
Im Zuge der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 verdeutlichen wir die Quellen unseres in den Gewinn-und-Verlust-Rechnungen ausgewiesenen Erfolgs nun in der Form, dass wir das operative Ergebnis in die Teilergebnisgrößen versicherungstechnisches Ergebnis und nichtversicherungstechnisches Ergebnis aufspalten. Dem versicherungstechnischen Ergebnis wird eine Zinskomponente in Form des technischen Zinsertrags zugewiesen. Dieser ergibt sich aus der Verzinsung der versicherungstechnischen Rückstellungen sowie dem Anspruch der Versicherungsnehmer auf Teile des nichtversicherungstechnischen Ergebnisses. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im Anhang.
Das Geschäft von Munich Re verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr in Anbetracht noch immer schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen gut; die Bruttobeitragseinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 %. Wir erreichten 2009 ein operatives Ergebnis von 4.721 Millionen €, ein Plus von 23,1 %. Das operative Ergebnis teilt sich wiederum auf in das versicherungstechnische Ergebnis mit 2.747 (2.756) Millionen € sowie das nichtversicherungstechnische Ergebnis mit 1.974 (1.078) Millionen €. Wesentlicher Grund für die Erhöhung des nichtversicherungstechnischen Ergebnisses war ein deutlich gestiegenes Kapitalanlageergebnis. Das Konzernergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 62,4 %. Die zum 31. März erworbene HSB Group trug mit 123 bzw. 78 Millionen € zum operativen Ergebnis bzw. zum Konzernergebnis bei. Einschließlich der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ergab sich eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Milliarden €. Das Kapitalanlageergebnis kletterte auf 7,9 (5,9) Milliarden €; bezogen auf den durchschnittlichen Kapitalanlagebestand zu Marktwerten erreichten wir eine Kapitalanlagerendite von 4,3 (3,4) %.
Die risikoadjustierte Eigenkapitalrendite (Return on Risk adjusted Capital, RoRaC) betrug 15,1 % für das Geschäftsjahr 2009 nach 7,2 % im Vorjahr. Der RoRaC 2009 lag somit trotz des sehr schwierigen Umfelds sogar geringfügig über unserem langfristigen Ziel von 15 %, ein deutliches Zeichen unserer Ertragsstärke.
An unserem Unternehmenserfolg sollen unsere Aktionäre teilhaben: Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, eine Dividende in Höhe von 5,75 (5,50) € je gewinnberechtigter Aktie zu zahlen. Somit halten wir unsere Gewinnausschüttung auf hohem Niveau und werden wie im Vorjahr insgesamt 1,1 Milliarden € an unsere Aktionäre ausschütten.
2009 erwarben wir 3,8 Millionen eigene Aktien im Wert von 406 Millionen €; 0,6 Millionen Stück bzw. 56 Millionen € im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms 2008/2009, das bis zur Hauptversammlung am 22. April 2009 lief, sowie 3,2 Millionen Stück bzw. 350 Millionen € im Rahmen des Programms 2009/2010. Seit Beginn der Aktienrückkäufe im November 2006 einschließlich Dividenden bis Ende 2009 gaben wir somit rund 7,5 Milliarden € an unsere Aktionäre zurück.
Bei der Berichterstattung über die einzelnen Geschäftsbereiche gilt: Volumina und Erfolge aus Geschäften innerhalb eines Segments werden eliminiert; Zahlen hingegen, die sich aus Geschäften mit Unternehmen anderer Segmente herleiten (zum Beispiel aus konzerninternen Rückversicherungsabgaben von Erstversicherern an Rückversicherer), sind in den folgenden Daten enthalten.

- 1 Inklusive Rechtsschutz.
Ergebnis
Umsatz
Munich Health
Währungseinflüsse
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
1 Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der European Embedded Value (EEV) Principles ermittelt. Der MCEV für 2008 beträgt 4,7 Milliarden €.
2 Die Vorjahreszahlen wurden auf Basis der EEV Principles ermittelt. Die Umbewertung gemäß der MCEV Principles führt nur zu geringfügigen Änderungen.
3 Die gesamten Beitragseinnahmen der Erstversicherung setzen sich wie folgt zusammen: Im Segment Lebenserstversicherung enthalten diese über die gebuchten Bruttobeiträge hinaus auch die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten in Übereinstimmung mit den statutorischen Bilanzierungsrichtlinien des Heimatlandes des Versicherers. Für die Erstversicherungssegmente Schaden/Unfall und Gesundheit enthalten sie die gebuchten Bruttobeiträge.
4 Bilanzielle Überdeckung liegt vor, wenn mehr Aktiva als Passiva in einer bestimmten Fremdwährung gehalten werden.


